Gesondert

  • Die (un)verständliche Rede über die bzw. der Heiligkeit

    Was ist dermaßen anziehend am Christentum, dass es immer mehr in der Öffentlichkeit ausgelacht wird?  Weshalb möchte sich die moderne Welt in solch einem Maße vor der Kirche und vor Gott „verteidigen“? Wir dürfen uns nicht davon beirren lassen, dass es in diesen Tagen in Zagreb „nur“ um Plakate oder „nur“ über Sexualkunde ginge. Das sind solch offensichtliche „Ausreden“ der modernen Kultur, welcher die Tatsache stört, dass Gott aus dieser Welt weder kontrolliert noch eliminiert werden kann. Das ist das, was der heutigen modernen Welt am meisten „auf die Nerven geht.“ Deshalb wird in der Öffentlichkeit alles, was mit Ihm zusammenhängt verurteilt. Die Frage ist nur, was wird als Nächstes kommen?

    Welche Bedeutung hat der Begriff der Heiligkeit für die Christen? Es besteht kein Zweifel, dass das eine Realität ist, die mit Gott verbunden ist. Sie ist gleichzeitig uns Menschen begreifbar, aber notwendig ein Teil des Wirkens Gottes in der Welt.  Gott ist dermaßen in die Welt, in alles, was Er geschaffen hat verliebt, dass er Seine gütige Hand unseren Leben gereicht hat, um uns zu zeigen, dass Er lebt.  Gott existiert dort, wo wir fähig sind, unsere Schwächen zu überwinden und sich in einen Zustand der Erhabenheit, Reinheit, Ausgefülltheit der Seele zu erheben, und zwar auf diese Weise, die aus dem weltlichen Rahmen herausgeht. Biblisch gesehen bedeutet das semitische Wort „Qodesch“ eine heilige Sache, eine Heiligkeit. Laut dem Wortschatz der biblischen Theologie „stammt aus der Wurzel, die zweifellos 'abschneiden, abtrennen' bedeutet und richtet uns in Richtung Idee der Trennung von dem Profanen.“ Die Heiligkeit ist eine komplizierte Wirklichkeit, „die in Bezug zum Mysterium Gottes, aber auch der Gottesanbetung und der Moral ist; schließt in sich die Begriffe des Heiligen und Reinen ein und übertrumpft sie, als ob sie nur für Gott vorbehalten, unzugänglich ist, aber ununterbrochen den Kreaturen zugeschrieben wird.“

    Die Heiligkeit ist ein Begriff, der vorrangig Gott zugeschrieben wird. Sie ist Sein eigenes Merkmal. Aber wie auch Gott in das Weltliche durch Seinen Sohn Jesus Christus hineingeschritten ist, so ist auch der Mensch  berufen, einen Schritt in das Göttliche mit den Folgen des Christusopfers der Erlösung zu machen. Deshalb schließt die Heiligkeit „den gesamten Reichtum und das gesamte Leben ein, das Gott besitzt, Seine ganze Macht und Güte.“ Das Opfer Christi „spricht die Gläubiger durch Wahrheit selig,“ durch die Taufe werden sie in Christus heilig, nach dem Wirken im Leben des auferstandenen Christus, nach der Anwesenheit des Heiligen Geistes in ihnen. Während in dem Alten Testament das Wort "heilig", außer als Adjektiv auf Gott auch auf  Auserwählte verwendet wurde, wird sie im Neuen Testament den Christen zugeordnet. Die Kirche lehrt, dass Christen "nach dem Heiligen Geist" wahre Teilnehmer von Gottes Heiligkeit selbst sind; die Christen sind das wahrlich 'heilige Volk' und das 'königliche Priestertum' sowie der 'heilige Tempel'.“ Eine solche Heiligkeit hat auch seine Anforderungen. Die grundlegende Anforderung ist, nicht zu sündigen. Für die ersten Christen war es notwendig, mit den heidnischen "Sitten" zu brechen, und für die heutigen Christen bedeutet das, sich von den modernen "Sitten" zu trennen, von Kompromissen, die den Menschen auf eine Marktware, auf ein Genussmittel und eine Freiheit des Geistes, ohne irgendeinen Bezug zu Gott, reduziert. Weshalb trifft die christliche Rede auf ein immer geringeres Echo? Die Verantwortung dafür liegt vorrangig in uns selbst. Warum zeigen wir nicht die Schönheit und den Segen des christlichen Lebens? Ein privilegierter Träger der Geschenke des Heiligen Geistes in der Welt ist eine erhabene Aufgabe, welcher täglich Niederlagen der Verführung des "leichteren Weges" drohen, aber wird von der Gnade begleitet, deren Quelle in Gott selbst beruht.

    Was sind Symbole? Symbole "tragen" notgedrungen ein Stück Wirklichkeit in sich, das sie darstellen, jedoch nicht auf die Weise, dass sie sich nur in Begriffen erschöpfen, sondern uns mit bestimmten Inhalten verbinden. Ein Symbol ist stärker als ein Zeichen. Ein Zeichen ist eine vereinbarte Kategorie und ein Symbol beinhaltet auch etwas mehr als das. Das griechische Wort „Symbolon“ bedeutet: ein Zeichen der Erkennung (symballen = zusammensetzen, vergleichen). Das ist ein natürliches und unkonventionelles Zeichen einer unsichtbaren Realität. In der konkreten Diskussion über das Antlitz der Barmherzigen Jungfrau Maria ist es notwendig zu sagen, dass Sie nicht unsere Mutter durch ein Bild oder ein Plakat, sondern eine Wirklichkeit ist, die uns Jesus Christus vermittelt hat. Und wie auch immer Sie dargestellt sein möge, ist das ein blasser Schimmer Marias. Wie auch durch nichts in der Welt das wahre Verhältnis mit der weltlichen Mutter unterbrochen werden kann, weil es dermaßen sichtbare Verbindungen in, beispielsweise, Ähnlichkeiten im Aussehen gibt, ja sogar der Organismus selbst die biologische Beziehung aufzeigt, so ist das für uns Gläubiger der Fall mit der himmlischen Mutter. Diese geistige Beziehung kann von niemanden unterbrochen werden. Aber das menschliche Auge bedarf eines Bildes, aber nicht wegen des Bildes selbst, sondern wegen der Wirklichkeit, welche sie darstellt. Deshalb ist es notwendig zu betonen, dass die Christen, besonders bei der Andacht Symbole – Bilder und Statuen – nicht als gewöhnliche Gegenstände verwenden, sondern als Versuch der Visualisierung der geistigen Wirklichkeit, mit welcher sie auch in weltlichen Kategorien in Beziehung bleiben wollen. Dabei sind sie nicht Verehrer eines Bildes oder einer Statue, sondern Desjenigen, welchen das Symbol darstellt. Sie zeigen damit den Glauben in eine wahre Existenz dieser Person und somit auch Gottes, mit welchem diese Person verbunden wird. Das kann man ohne einen Kontakt mit der geistigen Welt zu haben, schwer ausdrücken, ohne eine eigene Erfahrung mit Gott und seinen Günstlingen.

    Es scheint, dass die moderne Welt diese Rede nicht versteht, weil es für sein Verständnis notwendig ist, eine Kommunikation mit dem Geheimnis zu haben, einen Schritt weiter zu machen, der das Leben ändert. Das wirkt bei der heutigen Lebenskultur entfremdet, weil der heutige Imperativ des Lebens nicht nach der Veränderung im Namen des höheren Guts trachtet, sondern durch Versteinerung des bestehenden Lebensstils all jenes, das empor strebt und sich durch den Rest der Vergangenheit ändert, als unverständliche Forderung betrachtet wird, welche "die Freiheit einschränkt." Heiligkeit kann nicht von jemanden verstanden werden, der keine Veränderung in Richtung Besserung anstrebt. Die existenzielle Veränderung der Kreation kann nicht ohne seinen Erschaffer erfolgen. Der Kreator wird nicht nach den Regeln der Kreatur "spielen", die zu frech geworden ist, den Glauben in sich tragend, das Geheimnis und den Schlüssel zur Welt zu besitzen. Die Tatsache erachtend, dass Gott immer aus dem Leben ausgeschlossen wird, Seine Regeln für die heutige Stufe der "zivilisierten Entwicklung unangemessen" sind, weist auf eine gewisse Furcht vor Gott hin, welche wir "keinesfalls" in der Öffentlichkeit so "benennen dürfen", weil der moderne Mensch unter jedem Preis frei von Angst, von jeder Möglichkeit sein muss, dass etwas existiert, was er nicht in seinen Händen halten kann. Deshalb ist es notwendig, alles, was mit Gott verbunden ist zu unterbinden. Jedoch ist ein Trug, dass wir damit Gott selbst eliminieren können.

    Die erste Falle Satans für den Menschen war die Idee, ihn von Gott zu befreien, ihn zum Gott zu machen, indem er Gottes Gebot nicht befolgt. Besteht nicht ganz zufällig eine Ähnlichkeit mit der heutigen Sprache, dass die Freiheit des Verstands, die Herrschaft der Wissenschaft, der Toleranz, der Uneingeschränktheit der menschlichen Kreativität dasselbe tun will, nämlich sich von dem "alten, konservativen" Gott zu trennen, der uns "wie Sklaven" in den Händen der Kirche hält, die nichts anders als ein Residuum des "dunklen Mittelalters" ist?

    Sind wir uns dessen bewusst, dass eine öffentliche Rede in Kroatien zu der Redefinierung einiger grundlegender Begriffe führt? So z.B. bedeutet Freiheit absolute Macht über allem, ohne irgendwelche Verantwortung gegenüber dem anderen. Die heutige "Freiheit" ist eine Verwendung eines fremden Inhalts zu Zwecken, denen es nicht gedacht ist und so eigentlich zu einer Aggression gegen die Freiheit des anderen wird. Die wahre Freiheit ist, wegen der Vorteile, die sie dem Menschen bringt, notwendig auch in Richtung Vorteil für den anderen gerichtet und schließt deshalb jede Möglichkeit aus, ihn zu verletzen. Diese "öffentliche Freiheit" in Kroatien zerstört die christliche Freiheit. Deshalb können wir uns wahrlich die Frage stellen, ob es sich hier um Meinungsfreiheit oder einer lauten Demonstration gegen Gott handelt? Hat künstlerische Freiheit Grenzen? Darüber besagt der Begriff Kunst etwas mehr. Einst war Kunst mit dem Talent des Schaffens verbunden, einer Kreativität, Hand auf´s Herz, das dem Künstler nicht von selbst kommt, sondern ein ihm angeborenes Talent ist. Interessant ist auch, dass neben allen Errungenschaften der künstlichen Befruchtung kein einziger Arzt ein Kind "erzeugen" kann, das im Erwachsenenalter ein Künstler sein wird. Das künstlerische Talent sowie alle anderen menschlichen Talente entsprießen von Gott. Die Kreativität ist auch auf eine künstlerische Weise ursprünglich mit Gott verbunden. Laut Meinung von Papst Johannes Paul II. "verwirklichen Künstler, wenn sie ihrer Inspiration gehorchen, wahrlich wertvolle und schöne Werke." Weiters ist er der Ansicht, dass Schönheit auf eine gewisse Weise, ein sichtbarer Ausdruck des Guten ist, wie das Gute eine metaphysische Voraussetzung für Schönheit ist. Jedoch hat die Causa "Plakat Gavella" nach diesem Kriterium des seligen Papstes und auch der Kirche keinen Bezug zu Kunst und Schönheit. Keiner hat das Recht, im Namen der Freiheit, die Freiheit des anderen zu verletzen. So wie Atheisten das Recht haben, atheistisch zu wirken und ihren Standpunkt kund zu tun, so haben auch die Gläubiger das Recht, tätig zu sein, wenn die Freiheit der zuerst Genannten ihren Inhalt verletzt. Damit befinden wir uns auf dem Gebiet der Toleranz. So sehr sie auch ein erwünschter Termin für die Rede über verschiedene Meinungen sein möge, muss man die UNESCO-Definition der Toleranz im Auge behalten, die, unter anderem Folgendes besagt: "Toleranz ist nicht gleichbedeutend mit Nachgeben, Herablassung oder Nachsicht. Toleranz ist vor allem eine aktive Einstellung, die sich auf die Anerkennung der allgemein gültigen Menschenrechte und Grundfreiheiten anderer stützt. Keinesfalls darf sie dazu missbraucht werden, irgendwelche Einschränkungen dieser Grundwerte zu rechtfertigen." Das bedeutet, dass Toleranz eine Freiheit einschließt, die eine Grenze beinhaltet, und das ist die Verantwortung gegenüber anderen. Toleranz ist nicht Absolutismus!

    Die demokratische Gesellschaft, und Kroatien bemüht sich innig, ein solcher Staat zu sein, gehört der Gruppe der Zivilbevölkerung an, in welcher die Vereine das Recht haben, sich über die gesellschaftlichen Erscheinungen öffentlich kund zu tun. Diese Kundtuungen, ohne Gewalt und Beileidigungen, sind daher zugelassene Mittel der Meinungsbekundung. Das gilt bei uns für alle, außer für die katholischen Vereine. Dass auch die anderen Religionen, ebenso wie auch die Christen, auf einen Missbrauch ihrer heiligen Begriffe und Symbole reagieren, hat der Mufti der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Kroatien Dr. Aziz ef. Hasanović bestätigt: „Der Glaube war von jeher ein Gegenstand der Inspiration, sowohl für die Gläubigen als auch für  jene, die nicht gläubig sind. Glaubenspostulate, Symbole und andere religiöse Werte sind Gegenstand der Hochachtung jedes Gläubigen. Obwohl es unannehmbar ist, könnte es vielleicht verständlich sein, dass man in vergangenen Zeiten wegen der niedrigen Stufe der zivilisatorischen Entwicklung es zugelassen hat, religiöse und alle anderen Gefühle zu verletzen. Der Trend der Verletzung von religiösen Gefühlen unter diversen Masken der Freiheit wird immer stärker. Es ist gestattet, dass jeder die Freiheit genießt und sich frei ausdrückt, zu guter Letzt leben wir ja in einer freien Gesellschaft, aber Freiheit beinhaltet keinesfalls auch Beleidigung, so auch nicht, dass man die religiösen Gefühle verletzen darf." Der Mufti Hasanović hat der Kulturministerin direkt geantwortet: „Es ist ferner unannehmbar, dass andere festsetzen, was für wen beleidigend ist, so auch wenn es um den Glauben geht." Die Ministerin Andrea Zlatar, seien wir doch ehrlich, erhielt diese Funktion nur, weil sie Mitglied der regierenden Koalition ist und, dass sie vollkommen dem dient, zeigt ihre ziemlich freche Aussage auf, die besagt: "Es ist nicht wichtig, ob das Plakat die Gefühle der Gläubigen verletzt hat, sondern ob die Zensur der Stadt und des Theaters die künstlerische Feiheit verletzt hat." Sie "verteidigt" nicht nur die künstlerische Freiheit, sondern promoviert auch noch ihre bzw. die politische Freiheit, die bestimmen kann, was die Gläubiger fühlen sollten. Eine ziemliche politische Überheblichkeit, nicht wahr? Der Mufti Hasanović ruft jedoch alle Künstler auf, "mit ihrer kreativen, künstlerischen Arbeit unsere Gesellschaft zu veredeln, dabei Rechnung tragend, dass niemand beleidigt wird, weil sie selbst wissen, dass Beleidigungen keine Kunst und irgendwessen Recht und Freiheit sind."

    Wenn der Gavella - Theaterintendant Darko Stazić sich vielleicht auch unbewusst in eine "Koketterie" mit einem Marketingtrick zum Zwecke der Promotion der neuen Theatervorstellung eingelassen hat, ist es lobenswert, dass er Mut für eine öffentliche Entschuldigung gezeigt hat. Unterdessen hat der Regisseur Frljić selbst definiert, was Kroatien mit allen möglichen Mitteln, so auch der Kunst zeigen möchte: dass er kein christlicher Staat, sondern eine sekuläre Gesellschaft ist: „Dieser Beschluss ist im Kontext des offenen Krieges signifikant, welcher derzeit von der Katholischen Kirche und ihren verschiedenartigen Exponenten gegen die aktuelle Regierung geführt wird und weist ein Minimum an Zivilcourage auf, dass wir in einer, zumindest nominell gesehen, sekulären Gesellschaft leben.“

    Weshalb oktroiert uns diese Regierung so plötzlich die Domination der Wissenschaft und künstlerischen Freiheit auf? Wir kehren erneut zu dem direkten Kampf gegen Gott zurück, der gerade in diesen zwei Bereichen ersichtlich ist. Für die Metaphysik gehört die Schönheit der "transzendenten" Gruppe an, etwas, was alles Erschaffene übersteigt, aber uns auch anzieht. Die Schönheit beruht zwingend auf einer Kommunikation mit dem Erschaffenen, und das Erschaffene ist nicht aus dem Nichts entstanden, sondern hat einen Erschaffer. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich ununterbrochen gerade mit dem Gebiet des Erschaffenen und besonders die Physik führt uns immer mehr zu der Idee, dass wir zu dem Urelement, wie die Welt entstanden ist zurückkehren. Drago Matijević schrieb, dass die „Wissenschafter bereits existierende Naturgesetze und Beziehungen zwischen den Dingen entdecken. Künstler haben ebenfalls die Fähigkeit der intuitiven Entdeckung des Geheimnisses der Beziehung zwischen Dingen, Menschen, Farben, Tönen usw. In diesen Beziehungen können wir, häufig komplexe, Beziehungen entdecken, die Bewunderung hervorrufen." Das alles sind Wege, die uns zu Gott, dem Erschaffer der gesamten Erde, führen. Satan ist jedoch seit Anbeginn ein Gegner Gottes. Deshalb möchte er mit aller Gewalt dort präsent sein, wo der Mensch zu seinem Erschaffer gelangen kann. Das Böse ist außerordentlich von der Beziehung zwischen Gott und dem Menschen "genervt" und wird alles unternehmen, um das zu zerstören.

    Vor der Darstellung des Missbrauchs von religiösen Symbolen muss man sich die Frage stellen: "Bereichert mich das? Weckt es in mir Gefühle der Erhabenheit, des Edlen, des Guten oder ist das nur ein Zeichen des Trotzes, ein Beweis einer falschen Freiheit, die in Wirklichkeit sich immer mehr in einen Tanz des Bösen verstrickt? Matijević bietet uns die Antwort auf die Frage, wie man gegenüber Atheismus reagieren muss, der die Verbindung zwischen der Schönheit und der edlen Schönheit negiert, wie gegenüber Atheismus, der negiert, dass die Ursache von Gutem und Schönem Jener ist, der nur Gutes, Schönheit und Wahrheit ist? „Bisher wurde es vielleicht klar, dass wir hier über Kunst, über Schönheit, über etwas, was die menschliche Seele tief berührt reden. Man könnte sagen, dass die Gesellschaft und Künstler, mit noblen Ausnahmen, sich in einer Einbahnstraße befinden: die Gesellschaft kann keine Künstler mehr hervorbringen und die Künstler sind sich selbst zum Zweck geworden: sie sind nicht mehr im Stande, ihre Grundfunktion zu erfüllen, die von dem polnischen Dichter Cyprian Norwid folgendermaßen beschrieben wird: "Die Schönheit ist dazu da, um zum Schaffen zu begeistern. Das Schaffen ist dazu da, um aufzuerstehen." 

    Objavljeno: 25.01.2013.  Autor: Tanja Popec
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